CCS, CMS Ladder Swaps, Payer Swaps,
etc.
Privatleute und Mittelständler als
Opfer von Swaps
Erfahrungsbericht aus unserer Praxis
Banken haben im großen Stil Zins-Swap-Geschäfte mit Mittelständlern,
Kommunen und auch mit Privatleuten abgeschlossen. Es handelt sich
dabei stets um Wetten die die Banken nicht mit dem Kunden,
sondern tatsächlich gegen ihre Kunden abschließen. Dabei
fließen bei diesen Wett-Geschäften tatsächlich keine Gelder mit
Ausnahme der vereinbarten unterschiedlichen Zinszahlungen. Die
diesen Zahlungen zu Grunde liegenden Berechnungsgrößen, sind niemals
tatsächlich gezahlt worden oder aber in irgendeiner Form physisch
vorhanden.
Während der Vertragslaufzeit muss der Kunde oftmals schon laufende
Zinsen zahlen, extrem wird es am Ende der Laufzeit, wenn die
unterschiedlichen Berechnungsgrößen tatsächlich vom Kunden mit
oftmals exorbitant hohen Beträgen ausgeglichen werden müssen. Für
viele wird es dann existenziell, da sie die Zahlungspflichten nach
den abgeschlossenen Verträgen nicht erfüllen können.
In diesem Geschäft mitgemischt haben nahezu alle deutschen
Großbanken, wie unter anderem die Deutsche Bank, die UniCredit
(zuvor HypoVereinsbank), die DZ-Bank, die ihr weitreichendes
Vertriebsnetz der örtlichen Volksbanken nutzen konnte.
In Anbetracht der jüngeren BGH-Rechtsprechung ist bei Banken zwar
eine höhere Vergleichsbereitschaft zu sehen, aber was heißt das.
Wenn zum Beispiel mit einem Kunden, gegen den eine (angebliche)
Forderung aus Swap-Geschäften in Höhe von EUR 1,7 Mio. besteht, ein
Vergleich über zum Beispiel EUR 500.000,00 abgeschlossen wird, dann
ist das zwar ein erheblicher „Nachlass“, der Kunde muss aber
gleichwohl eine astronomische Summe aufbringen, obwohl er zu keinem
Zeitpunkt selbst Gelder erhalten hatte, mit denen er arbeiten
konnte. So werden auch in einem Vergleich von den Banken quasi aus
dem Nichts (aus Sicht des Kunden gesehen) extrem hohe Beträge
vereinnahmt.
In den Vergleichen achten Banken oft darauf, dass diese Vergleiche
nicht bekannt werden, sie lassen sich ihre Vergleichsbereitschaft
oftmals mit einer Verschwiegenheitsklausel abkaufen, die
Vertragsstrafen von
EUR 10.000,00 bis teilweise in den sechsstelligen Bereich für jeden
einzelnen Fall des Verstoßes vorsehen.
In Fällen in denen sich Swap-Geschäfte positiv für den Kunden
entwickeln, gehen Banken entweder durch vorzeitige Kündigung aus dem
Vertrag und/oder durch Empfehlung an den Kunden dieses Geschäft
durch ein anderes vermeintlich profitableres Geschäft zu ersetzen.
Erfahrungsbericht aus unserer Beratungspraxis
Wir haben folgenden Fall bearbeitet, in dem der Kunde einen Swap mit
der Bank abgeschlossen hatte mit einer Laufzeit von 5 Jahren, und
bei dem
das Vorgehen der Bank zu Lasten ihres Kunden drastisch deutlich
wird.
1. Schritt:
Die Bank schließt mit dem Kunden einen Swap mit einer Laufzeit
von 5 Jahren ab. Nach 3 ½ Jahren stellte die Bank fest, dass sich
der Swap sehr positiv zu Gunsten des Kunden entwickelte, und zwar zu
diesem Zeitpunkt mit einem Plus von ca. EUR 70.000,00. Für die Bank
war immer noch ein Plus vorhanden, weil die Bank einen sogenannten
negativen Marktwert von EUR 87.000,00 eingeplant hatte, was sie dem
Kunden jedoch zu keinem Zeitpunkt mit geteilt hatte. Es kam also ein
Anruf von der Bank an den Kunden, dass der Swap im Minus sei und
dass es sinnvoll sei, den Swap zu beenden und durch einen anderen zu
ersetzen (wörtlich „der Swap entwickelt sich nicht so wie wir
erwartet haben“). Der Kunde, der seiner Bank vertraut und das
Geschäft nicht wirklich versteht, stimmt zu.
2. Schritt:
Die Bank schließt mit dem Kunden einen anderen Swap ab mit einer
Laufzeit von 5 Jahren. Nach 5 Monaten (!) merkt die Bank, dass sie
sich auch bei diesem Swap verkalkuliert hat und der Swap sich
positiv für den Kunden entwickelt. Nach diesem kurzen Zeitraum mit
einem Plus von EUR 35.500,-. Auch hier - es gilt das Gleiche wie
zuvor – hat die Bank einen negativen Marktwert von ca. EUR 44.000,00
eingeplant, den sie dem Kunden nicht mitgeteilt hat, sodass
rechnerisch sich der Saldo immer er noch zu Gunsten der Bank
bewegte. Auch hier veranlasste die Bank den Kunden mit der gleichen
Begründung den Swap zu beenden. Auch hier musste der Kunde den
Negativ-Saldo ausgleichen.
3. Schritt:
Mit dem Kunden wurde ein weiterer Swap abgeschlossen wieder über
eine Laufzeit von 5 Jahren, von dem derzeit rund 2 Jahre vorbei
sind. Auch dieser Swap befindet sich wieder im Soll (Negativer
Marktwert).